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Schmückender Modeschmuck und Strass

Schmückender Modeschmuck und Strass – es ist nicht alles echt, was glänzt…
 

Als Ludwig XV. im 18. Jahrhundert nach immer mehr Schmuck verlangte, versuchten viele Juweliere seinen Wunsch nach größeren und prachtvolleren Schmuckstücken zu befriedigen. Georg Friedrich Strass (französisch: Georges Frédéric Strass) (1701–1773), ein elsässischer Erfinder und Juwelier, begann bereits ab 1730 in seinem Betrieb in Paris mit der Herstellung von Diamant-Imitationen. Er war so erfolgreich damit, so dass er sich ab 1734 „Juwelier des Königs“ nennen durfte.

 


Die damalige Bezeichnung: pierres de strass („Steine von Strass ) weist auf den Erfinder hin und wurde in Deutschland mit der Abkürzung „Strass“ verwendet. Seither wird das Wort als Synonym für Diamant-Imitationen verwendet. 

 

 

1865 begann Napoleone Corbella sogenanntes „Halbzeug“ (unechte Schmuckstücke) aus Messing herzustellen um damit die italienischen Opernhäuser mit Theater-Schmuck zu beliefern. Dies brachte ihm so viel Aufmerksamkeit ein, worauf hin er bald auch die ersten Modehäuser Mailands beliefern konnte. Nicht zuletzt durch die Weltausstellung 1900 in Paris,  erkannten Handwerksbetriebe, wie Glasmacher, Gürtler und Schmuckhersteller im konventionellen Bereich, wie groß die Nachfrage im Bereich Mode sein würde und stellten mehr und mehr auf eine industrielle Fertigung um. Eines der immer noch wichtigsten Zentren des Modeschmucks entstand damals in Gablonz (Tschechien). Heute noch steht Gablonz als Synonym für hochwertigen Modeschmuck made in Tschechien.

 

Coco Chanell eröffnete, ebenfalls in Paris, 1911 ihr erstes Modehaus und begann „unechten“ Schmuck, passend zu ihren Kollektionen zu entwerfen. Sie war eine der Ersten Modeschöpfer, die Schmuck als Ergänzung zu ihren Kollektionen, neben Hüten und Handschuhen, ansah. Chanel wollte keine Imitationen von echten Edelsteinen und Juwelen entwerfen, sondern große und passende Stücke, die mit ihrer Mode-Kollektion einen gelungenes Gesamtkonzept ergaben.

 

  

17 Jahre später eröffnete eine andere Pionierin des Modeschmucks ihr Modehaus ebenfalls in Paris. Elsa Schiaparelli stellte einen anderen Anspruch an ihre Kreationen. Sie sah ihren Modeschmuck eher als Ausdruck der verschiedenen Kunst-Strömungen ihrer Zeit an. So arbeitete sie z.B. mit Salvador Dalí, Jean Cocteau, Man Ray und anderen Künstlern zusammen um deren Ideen in ihre Designs einfließen zu lassen. Die so entstandenen Schmuckstücke stellten nicht verschiedene Variationen des immer gleichen Schuck Themas da, sondern galten als eigenständige Kunststücke.


   

Modeschmuck in seinen verschiedenen Formen und Farben kann ein gutes Outfit zu einem perfekten Outfit werden lassen und einen Stil komplettieren.


Fashion Victim vs Modemuffel

Fashion Victim vs Modemuffel

 

Ein Fashion Victim (ins Deutsche übersetzt, bedeutet so in etwa, Modeopfer) ist eine Person  (weiblich wie auch männlich), die sich für Mode und Design interessiert und stets gut informiert ist. Um dann die neuesten und aktuellsten Trends sofort aufzunehmen und mitzumachen, orientiert sich der/das Fashion Victim dabei an Stars und Sternchen aus der Film und Fernsehwelt. Ebenso werden die neuesten Modeschauen aus Paris, Mailand, London und New York verfolgt und durch Artikel von bekannten Modebloggern aus dem  Internet ergänzt.
Die wahren Fashion Victims sind Menschen, die meist ohne Rücksicht auf den eigenen Geschmack und Stil jedem neuen Trend sofort und bedingungslos folgen.
In den USA werden oft Promis als Fashion Victims in diversen Zeitschriften und Online-Magazinen täglich abgelichtet und deren, zumeist unmöglicher Stil und fehlender Geschmack, harsch und konstant kritisiert. Dabei belegen Fotos die täglichen Modeausfälle und die fehlend Stilsicherheit.

Das Gegenteil ist der Modemuffel.  (muffeln bedeute z.B. mit „vollem Mund kauen"  )Ebenso wird das Wort Muffel heute als geschlechtsneutrales Schimpfwort für übellaunige und engstirnige Menschen verwendet. Modemuffel sind Personen, die sich an nichts und Niemandem orientiert. Mode-Trends werden nicht verfolgt, angezogen wird, was der Kleiderschrank hergibt und was nicht gerade in der Wäsche ist. Oft erkennt man einen Modemuffel an einem Kleidungs-Stil, der extrem an ein Jahrzehnt erinnert, wie z.B. die 80er-Jahre Kleidung mit großen Schulterpolstern, grellen Farben und geometrischen Mustern. Den Modemuffel erkennt man auch an einem Muster- und Stilmix aus verschiedenen und vor allem lang zurückliegenden Jahrzehnten. Der einzige Anspruch scheint darin zu liegen, das die Kleidung praktisch und bequem sein soll.

Weder Fashion Victims noch Modemuffel sollten Modeinteressierten als Vorbild dienen. Einen eigenen Stil zu kreieren und diesen zu vervollkommnen soll Freude machen und nicht durch Regeln und Verbote gekennzeichnet sei.  Auch wenn die Lieblingshose nicht die allerneueste Trendfarbe hat oder das Shirt einen zwar vorteilhaften Schnitt, aber nicht das aktuellste Muster besitzt, bitte unbedingt behalten. Wenn sich Mann oder Frau darin auch noch wohl fühlt, sollte jeder seinem Bauchgefühl folgen und ein nicht mehr so trendiges Kleidungsstück lieber mit aktuellen Accessoires verändern als das geliebte Stück zur Altkleidersammlung zu geben oder sogar in die „Tonne zu treten“.